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Dyschronie: Wie kann man Kindern helfen, Zeit und tägliche Routinen besser zu verstehen?
Dyschronie ist eine Störung der Wahrnehmung und des Zeitmanagements. Für ein Kind mit Dyschronie sind Begriffe wie Dauer, Chronologie oder sogar Tageszeiten (gestern, morgen, in einer Stunde) abstrakt und schwer zu verinnerlichen. Diese Schwierigkeit, sich in der Zeit zu orientieren, kann erheblichen Stress, alltägliche Desorganisation und Hindernisse beim schulischen Lernen verursachen.
Was sind die häufigsten Anzeichen bei Kindern mit Dyschronie?
Dyschronie äußert sich oft durch die Unfähigkeit, die für eine Aufgabe benötigte Zeit einzuschätzen, durch Schwierigkeiten beim Ablesen der Uhrzeit auf einer analogen Uhr oder durch Verwirrung bei der Reihenfolge von Tagen und Monaten. Das Kind kann verträumt oder im Gegenteil sehr ängstlich wirken, wenn es mit der Unvorhersehbarkeit eines Tages konfrontiert wird, da es die Regeln der Chronologie nicht beherrscht und versteht. Dyschronie ist manchmal mit anderen Teilleistungsstörungen (DYS-Störungen) wie Legasthenie oder Dyspraxie verbunden.
Wie kann man einem Kind mit Dyschronie im Alltag helfen?
Um Kindern zu helfen, die Zeit oder die Aufteilung eines Tages zu visualisieren, ist es wichtig, ihnen konkrete und greifbare Methoden anzubieten:
Vergehen der Zeit visualisieren: Timer und farbige Sanduhren helfen dem Kind, eine Zeitspanne konkret greifbar zu machen (der fließende Sand, die kleiner werdende rote Zone). Mit der Zeit entwickelt das Kind ein Bewusstsein für das Voranschreiten der Zeit, was ihm hilft, das Ende einer Aktivität besser vorherzusehen oder Wartezeiten besser zu bewältigen.
Die Uhrzeit konkret lernen: Lernuhren mit verschiedenen Farben (z. B. bei den Zeigern) oder mit deutlich markierten visuellen Hinweisen für die Minuten sind ideal, um dem Kind mit Dyschronie zu helfen, die verschiedenen Sequenzen (Stunden, Minuten, Sekunden) zu visualisieren.
Tägliche Routinen einführen und strukturieren: Piktogramme, illustrierte Schlüsselmomente (Körperpflege, Mahlzeiten, Schlafen, Schule, Freizeit...) oder visuelle Kalender sind allesamt Hilfsmittel, die es dem Kind ermöglichen, seinen Tag zu strukturieren. Kinder mit Dyschronie sind oft besorgt über die Unvorhersehbarkeit ihres Zeitplans. Die Visualisierung der Chronologie der Ereignisse und das tägliche Wiederholen dieser Rituale stärken das Vertrauen des Kindes und geben ihm Sicherheit.
Die Wesco-Auswahl zur Erleichterung der täglichen Organisation für Kinder mit Dyschronie
Wesco hat Visualisierungsmaterialien und Organisationswerkzeuge ausgewählt, die Kindern helfen, die Zeit greifbar zu machen, ihre Routinen zu strukturieren und an Selbstständigkeit zu gewinnen:
Visualisierung der Zeitdauer: Time Timer, Sanduhren sowie akustische oder visuelle Timer, um zu lernen, die Arbeits- oder Spielzeit zu managen.
Erlernen der Uhrzeit: Lernuhren und Lernspiele zu logischen Abfolgen, um das Ablesen der Uhrzeit zu lernen und zu meistern.
Chronologische Orientierung und Rituale: Magnet- oder Stoffkalender, Wandplaner und Werkzeuge für tägliche Routinen zur Strukturierung von Tagen und Wochen.
Organisations- und Kommunikationswerkzeuge: Spezifische Hilfsmittel wie Einzeltaschen, die sich ideal eignen, um visuelle Handlungsabfolgen zu erstellen und die zeitliche Orientierung zu erleichtern.